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7 winterharte Küchenkräuter, die du jetzt pflanzt und jahrelang erntest

7 winterharte Küchenkräuter, die du jetzt pflanzt und jahrelang erntest

Während viele Hobbygärtner im Januar noch ungeduldig Kataloge wälzen und von Tomaten- und Paprikasetzlingen träumen, läuft im Beet schon ein ganz anderer Prozess ab. Denn genau jetzt ist die beste Zeit, um winterharte Kräuter zu setzen, die dir über Jahre hinweg verlässlich Erträge liefern.

Diese erstaunlichen Pflanzen trotzen selbst den härtesten Wintern und belohnen dich dann im Frühjahr, Sommer und Herbst mit ihren aromatischen Blättern. Anstatt dich jedes Jahr erneut mit der aufwendigen Anzucht von Kräutern zu plagen, kannst du sie stattdessen einfach ernten – und das oft über einen Zeitraum von 5 Jahren oder mehr.

Wie du diese besonderen Kräuter in deinem Garten oder Balkonkasten etablierst und über die Jahre kultivierst, erfährst du in diesem Artikel.

Die sieben besten winterharten Küchenkräuter

Nicht alle Kräuter sind gleich robust. Manche können problemlos Minusgrade und Schneefall überstehen, andere hingegen kommen damit überhaupt nicht klar. Für deine Kräuterecke sind deshalb vor allem diese sieben Sorten ideal:

Kraut Eigenschaften Verwendung
Salbei Ausdauernd, frosthart bis -15°C Würzen von Fleischgerichten, Suppen, Saucen
Rosmarin Immergrün, frosthart bis -15°C Ideal für Braten, Kartoffeln, Gemüse
Thymian Ausdauernd, frosthart bis -20°C Würzt Suppen, Saucen, Eintöpfe
Bohnenkraut Ausdauernd, frosthart bis -15°C Passt gut zu Hülsenfrüchten, Fleisch, Gemüse
Estragon Ausdauernd, frosthart bis -10°C Ideal für Fleischgerichte, Saucen, Salate
Schnittlauch Ausdauernd, frosthart bis -20°C Verfeinert Quark, Kartoffeln, Suppen
Oregano Ausdauernd, frosthart bis -15°C Unentbehrlich für Pizza, Pasta, Tomatengerichte

Jetzt pflanzen – jahrelang ernten

Die Vorteile von winterharten Kräutern liegen auf der Hand: Anstatt jedes Jahr von neuem Kräutersetzlinge kaufen oder selbst ziehen zu müssen, wachsen diese Pflanzen dauerhaft in deinem Garten oder auf dem Balkon. So sparst du dir nicht nur Arbeit, sondern erntest auch über viele Jahre hinweg köstliche Aromen.

Doch wann ist der ideale Zeitpunkt, um diese Kräuter zu setzen? Am besten erledigst du das schon jetzt im Januar oder Februar. Dann haben die Pflanzen genug Zeit, um sich vor dem Winter zu etablieren und gut durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Im Frühjahr treiben sie dann umso kräftiger aus und belohnen dich mit ihren ersten Ernten.

Achte beim Pflanzen darauf, dass du die Kräuter an einem sonnigen, aber nicht zu heißen Standort platzierst. Der Boden sollte nährstoffreich, aber gut durchlässig sein. Dünge die Pflanzen im Frühjahr mit Kompost oder Hornspänen, um ihren Wachstum zu fördern.

Mit diesen Tricks überstehen deine Kräuter den Winter

Auch wenn winterharte Kräuter besonders robust sind, brauchen sie im Winter dennoch etwas Schutz. Bedecke die Pflanzen bei starkem Frost mit einer Schicht Laub, Stroh oder Reisig. So bleiben sie warm und feucht, ohne zu verrotten.

Achte auch darauf, die Kräuter nicht zu tief in den Boden einzupflanzen. Lasse lieber fünf Zentimeter Platz bis zur Oberfläche, damit die Wurzeln nicht im Staunässe ersticken. Estragon und Schnittlauch sind besonders empfindlich und sollten im Winter zusätzlich mit einer Abdeckung aus Vlies oder Folie geschützt werden.

Versuche außerdem, die Kräuter im Herbst nicht zu stark zurückzuschneiden. Ein paar Zentimeter Restbestand isolieren die Wurzeln und schützen sie vor Frost. Im Frühjahr treiben die Pflanzen dann umso kräftiger aus.

So verwendest du die Kräuter ganzjährig

Der große Vorteil von ausdauernden Kräutern ist, dass du sie fast das ganze Jahr über ernten kannst. Während viele einjährige Sorten im Sommer blühen und dann verwelken, liefern dir diese Pflanzen über einen langen Zeitraum hinweg leckere Blätter.

Schneide die Kräuter einfach bei Bedarf ab, indem du die äußeren Blätter abzupfst oder die Triebspitzen abkneifst. So bleiben die Pflanzen immer frisch und treiben rasch neue Triebe. Kräuter wie Salbei, Rosmarin und Thymian kannst du sogar im Winter ernten – vorausgesetzt, du hast sie entsprechend geschützt.

Für die Winterküche eignen sich vor allem Salbei, Rosmarin und Bohnenkraut hervorragend. Sie verleihen Eintöpfen, Braten und Saucen wunderbare, würzige Aromen. Aber auch Schnittlauch, Thymian und Oregano passen zu vielen deftigen Wintergerichten.

“Wer seine Kräuter selbst anbaut, hat nicht nur die besten Geschmackserlebnisse, sondern auch ein Stück pure Nachhaltigkeit. Das ist ein echter Mehrwert für die ganze Familie.”
– Gärtnerin Sarah Müller, Expertin für essbaren Garten

Jetzt loslegen: So startest du deine Kräuterhecke

Wenn du jetzt loslegt und die robusten Kräuter pflanzt, erntest du bald die ersten Früchte deiner Arbeit. Am besten legst du eine kleine, überschaubare Kräuterecke auf deinem Balkon oder im Garten an.

Beginne am besten mit 3-5 verschiedenen Sorten, zum Beispiel Salbei, Rosmarin und Thymian. Pflanze die Kräuter in Töpfe oder direkt in den Boden und verteile sie auf einer Fläche von etwa einem Quadratmeter. So haben sie genug Platz, um sich über die Jahre auszubreiten.

Behalte deine Kräuter im ersten Jahr gut im Auge und wässere sie regelmäßig. Wenn die Pflanzen dann erstmal Fuß gefasst haben, kümmern sie sich quasi von selbst um ihr Weiterkommen. Mit etwas Geduld und Pflege hast du so bald eine üppige, duftende Kräuterhecke, die dich jahrelang versorgt.

“Der eigene Kräuteranbau ist eine wunderbare Möglichkeit, um Nachhaltigkeit, Genuss und Entspannung miteinander zu verbinden. Mit den richtigen Sorten kannst du deine Küche die ganze Saison über bereichern.”
– Gartenbau-Experte Martin Weber

Kräuter im Topf: So gelingt der Anbau auf dem Balkon

Wer keinen Garten hat, kann Kräuter auch prima in Töpfen oder Kästen auf dem Balkon oder der Terrasse anbauen. Dabei haben die winterharten Sorten sogar Vorteile gegenüber empfindlichen Kräutern:

Sie vertragen Frost und Wind deutlich besser und benötigen insgesamt weniger Pflege. Allerdings solltest du beim Topfanbau auf ein paar wichtige Dinge achten:

Topfgröße Wähle Behälter mit einem Volumen von mindestens 5-10 Litern. So haben die Wurzeln genug Platz zum Wachsen.
Substrat Verwende eine nährstoffreiche Kräuter- oder Blumenerde. Sie sollte gut durchlässig sein, damit Staunässe vermieden wird.
Standort Stelle die Töpfe an einen sonnigen, windgeschützten Ort. Ideal sind Südost- oder Südwestausrichtung.
Winterschutz Bei Frost isolierst du die Kräuter am besten mit Vlies, Reisig oder Stroh. So überstehen sie auch kalte Perioden gut.

“Für Balkonkräuter ist es wichtig, dass man den Standort und die Pflege genau an die Bedürfnisse der Pflanzen anpasst. Mit den richtigen Tipps klappt der Anbau aber wunderbar.”
– Garten-Designerin Katrin Scholz

Häufig gestellte Fragen zu winterharten Kräutern

Wann ist die beste Zeit, um Kräuter zu setzen?

Die ideale Pflanzzeit für winterharte Kräuter ist im Frühjahr oder Herbst. So haben die Pflanzen genug Zeit, sich vor dem Winter zu etablieren und gut durch die kalte Jahreszeit zu kommen.

Welche Kräuter sind besonders frosthart?

Zu den besonders robusten Kräutern gehören Thymian, Schnittlauch, Bohnenkraut und Oregano. Sie vertragen Temperaturen bis -20°C ohne Probleme.

Wie überwintere ich meine Kräuter am besten?

Für den Winterschutz ist es wichtig, die Kräuter nicht zu tief einzupflanzen und sie bei Frost mit einer Schicht Laub, Stroh oder Vlies abzudecken. So bleiben die Wurzeln feucht und geschützt.

Kann ich Kräuter auch im Winter ernten?

Ja, einige Kräuter wie Salbei, Rosmarin und Bohnenkraut lassen sich auch in der kalten Jahreszeit ernten – vorausgesetzt, du hast sie entsprechend geschützt. Schneide einfach bei Bedarf die äußeren Blätter ab.

Wie oft muss ich meine Kräuter düngen?

Eine Düngung im Frühjahr mit Kompost oder Hornspänen reicht für die meisten Kräuter völlig aus. Achte darauf, den Boden nicht zu überdüngen, da das die Pflanzen eher schwächt als stärkt.

Wie viel Platz brauchen die Kräuter?

Bei der Standortwahl solltest du darauf achten, dass die Kräuter genug Platz zum Wachsen haben. Pro Pflanze solltest du einen Quadratmeter einplanen. Im Topf benötigen sie ein Volumen von mindestens 5-10 Litern.

Kann ich Kräuter auch überwintern?

Ja, viele Kräuter lassen sich auch über den Winter hinweg aufbewahren. Schneide die Pflanzen einfach zurück und stelle sie an einen hellen, frostfreien Ort. Im Frühjahr treiben sie dann wieder aus.

Welche Kräuter passen gut zusammen?

Pflanzen wie Salbei, Rosmarin und Thymian ergänzen sich geschmacklich hervorragend und lassen sich gut miteinander kombinieren. Auch Oregano, Bohnenkraut und Estragon harmonieren prima.