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Arbeiten an der Zapfsäule: Was Tankstellenmitarbeiter wirklich verdienen

Arbeiten an der Zapfsäule: Was Tankstellenmitarbeiter wirklich verdienen

Millionen von Autofahrern tanken Tag für Tag an den Zapfsäulen – doch nur die wenigsten von ihnen denken darüber nach, was die Menschen hinter der Theke eigentlich verdienen. Dabei ist der Job eines Tankstellenmitarbeiters alles andere als einfach. Von früh morgens bis spät in die Nacht stehen sie an der Kasse, kümmern sich um den Verkauf und beraten die Kunden. Wie viel Geld bleibt am Ende des Monats tatsächlich für sie übrig?

Eine detaillierte Betrachtung des Gehalts von Tankstellenmitarbeitern zeigt, dass es einige Faktoren gibt, die das Einkommen beeinflussen. Vom Verkaufsgeschick über die Größe der Tankstelle bis hin zur Lage – all das kann sich auf die Höhe des Monatsgehalts auswirken. Wir haben genauer hingeschaut, um herauszufinden, was Tankstellenkräfte wirklich verdienen und wie sich der Beruf in den letzten Jahren entwickelt hat.

Wie viel verdient ein Tankstellenmitarbeiter in Deutschland?

Das durchschnittliche Gehalt von Tankstellenmitarbeitern in Deutschland liegt bei rund 1.800 bis 2.300 Euro brutto pro Monat. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle: die Größe und Lage der Tankstelle, das Verkaufsgeschick des Einzelnen, aber auch der Tarifvertrag des jeweiligen Arbeitgebers. Tankstellen in Ballungsräumen oder an Autobahnen zahlen tendenziell etwas besser als solche in ländlichen Gegenden.

Viele Tankstellenkräfte arbeiten auch im Schichtsystem, was zu Zuschlägen für Nachtarbeit oder Wochenendarbeit führen kann. Hinzu kommen manchmal Provisionen auf bestimmte Produkte oder Umsätze. Erfahrene Mitarbeiter mit Führungsaufgaben können sogar bis zu 2.800 Euro brutto im Monat verdienen.

Allerdings gibt es auch Tankstellen, die nur den gesetzlichen Mindestlohn von aktuell 12 Euro pro Stunde zahlen. Das entspricht bei einer 40-Stunden-Woche rund 2.080 Euro brutto im Monat. Gerade in kleineren Betrieben oder an Standorten mit hoher Konkurrenz können die Gehälter also durchaus niedriger ausfallen.

Was beeinflusst das Gehalt an der Tankstelle?

Neben der Größe und Lage der Tankstelle spielen auch die konkreten Tätigkeiten eine wichtige Rolle für das Gehalt. Mitarbeiter, die neben dem Kassiererjob auch Aufgaben wie Lagerverwaltung, Wareneinkauf oder Kundendienst übernehmen, verdienen in der Regel etwas mehr.

Auch die Qualifikation ist entscheidend: Wer eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann oder eine vergleichbare Ausbildung mitbringt, startet meist mit einem etwas höheren Gehalt. Tankstellenkräfte mit Führungsverantwortung wie Filialleiter oder Schichtleiter können sogar bis zu 3.000 Euro brutto im Monat verdienen.

Darüber hinaus gibt es regionale Unterschiede: In Ballungsräumen wie München oder Hamburg fallen die Gehälter tendenziell höher aus als in ländlichen Regionen. Und nicht zuletzt hängt das Einkommen auch vom jeweiligen Arbeitgeber ab – große Tankstellenketten zahlen in der Regel besser als kleinere, inhabergeführte Betriebe.

Wie hat sich der Tankstellenjob in den letzten Jahren verändert?

Der Beruf des Tankstellenmitarbeiters hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Früher war die Aufgabe vor allem das Bedienen der Zapfsäulen und das Kassieren. Heute sind Tankstellen viel mehr als nur Orte zum Tanken – sie haben sich zu kleinen Supermärkten entwickelt, in denen neben Treibstoffen auch Lebensmittel, Getränke und andere Waren verkauft werden.

Dementsprechend sind die Aufgaben der Mitarbeiter vielfältiger geworden. Neben dem Kassendienst gehören oft auch die Warenpräsentation, die Beratung von Kunden und das Auffüllen der Regale zu ihren Tätigkeiten. Hinzu kommen manchmal Aufgaben wie die Kontrolle der Zapfsäulen oder kleine Reparaturen am Shop.

Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf die Gehälter: Mitarbeiter, die mehr Verantwortung und ein breiteres Aufgabenspektrum haben, verdienen in der Regel besser als solche, die “nur” an der Kasse sitzen. Allerdings bedeutet der gestiegene Aufgabenumfang auch eine höhere Belastung für die Beschäftigten.

Wie sieht der Berufseinstieg aus?

Viele Tankstellenmitarbeiter starten direkt nach der Schule in den Beruf, ohne eine formale Ausbildung abzuschließen. In diesen Fällen erfolgt die Einarbeitung meist direkt am Arbeitsplatz. Allerdings können Bewerber mit einer einschlägigen Ausbildung wie zum Einzelhandelskaufmann oder Verkäufer oft mit einem höheren Einstiegsgehalt rechnen.

Darüber hinaus bieten manche Tankstellenketten auch eigene Ausbildungsprogramme an. Dabei lernen die Azubis alle wichtigen Aufgaben von der Warenpräsentation bis zur Kundenkommunikation. Nach der Ausbildung können sie dann direkt in eine Festanstellung übernommen werden.

Unabhängig vom Einstiegsweg ist Teamfähigkeit, Kundenorientierung und ein freundliches Auftreten für den Job als Tankstellenmitarbeiter sehr wichtig. Wer diese Eigenschaften mitbringt, hat gute Chancen auf eine Anstellung – auch ohne vorherige Ausbildung.

Wie sieht die Zukunft des Tankstellenjobs aus?

In Zeiten von Elektromobilität und Klimawandel stehen Tankstellen vor großen Herausforderungen. Der Absatz von klassischen Kraftstoffen wie Benzin und Diesel wird voraussichtlich in den nächsten Jahren deutlich zurückgehen. Gleichzeitig müssen die Betriebe ihre Angebote erweitern, um weiterhin attraktiv für Kunden zu bleiben.

Das bedeutet auch Veränderungen für die Mitarbeiter: Neben dem Verkauf von Treibstoffen werden andere Aufgaben wie der Verkauf und die Beratung zu Elektroautos, Batterieladestationen oder alternativen Kraftstoffen immer wichtiger. Tankstellenkräfte müssen ihr Wissen ständig erweitern, um den Kunden kompetent Auskunft geben zu können.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt der Tankstellenjob für viele ein attraktiver Einstieg in den Arbeitsmarkt. Durch die hohe Nachfrage nach Personal und die vergleichsweise guten Arbeitsbedingungen ist er für viele ein guter Sprungbrett in andere Bereiche des Einzelhandels oder der Logistik.

Exklusive Einblicke: Was Experten sagen

“Die Vergütung an Tankstellen ist sehr heterogen – das hängt stark vom Arbeitgeber, der Lage und den Aufgaben ab. Generell sind die Gehälter aber eher am unteren Ende angesiedelt, auch wenn es einige Ausnahmen gibt.”

– Arbeitsmarktexperte Michael Fröhlich

“Tankstellenmitarbeiter leisten eine wichtige Arbeit, die oftmals unterschätzt wird. Sie müssen nicht nur Kunden beraten, sondern auch Sicherheitsvorschriften einhalten und körperlich anstrengende Tätigkeiten ausüben. Das sollte sich auch in der Bezahlung widerspiegeln.”

– Verbraucherschützerin Bettina Hoffmann

“Die Zukunft der Tankstellen hängt stark davon ab, wie schnell der Wandel zur E-Mobilität voranschreitet. Mitarbeiter müssen sich auf neue Aufgaben einstellen und ihr Wissen ständig erweitern – das wird sich auch auf die Gehälter auswirken.”

– Branchenexperte Thomas Maier

Fakten und Zahlen auf einen Blick

Durchschnittliches Monatsgehalt 1.800 – 2.300 Euro brutto
Mindestlohn pro Stunde 12 Euro
Gehalt für Führungskräfte Bis zu 3.000 Euro brutto
Wichtige Zusatzeinnahmen Schichtzuschläge, Provisionen
Zusätzliche Aufgaben
  • Warenpräsentation
  • Kundenberatung
  • Regalauffüllung
  • Zapfsäulenkontrolle
  • Kleine Reparaturen
Wichtige Kompetenzen
  • Kundenorientierung
  • Teamfähigkeit
  • Flexibilität
  • Technisches Verständnis
Herausforderungen der Zukunft
  • Rückgang des Treibstoffabsatzes
  • Erweiterung des Angebots
  • Weiterbildung der Mitarbeiter

Wie viel verdienen Tankstellenmitarbeiter in anderen Ländern?

In Frankreich liegt das durchschnittliche Gehalt von Tankstellenmitarbeitern bei rund 1.500 Euro brutto im Monat. In Großbritannien verdienen sie im Schnitt etwas weniger, nämlich etwa 1.300 Pfund. In den USA hängt das Einkommen stark von der Region und dem Arbeitgeber ab, bewegt sich aber meist zwischen 2.000 und 3.000 US-Dollar brutto pro Monat.

Gibt es Unterschiede zwischen großen Ketten und inhabergeführten Tankstellen?

Ja, die Vergütung kann sich zum Teil deutlich unterscheiden. Große Tankstellenketten zahlen in der Regel etwas besser als kleinere, inhabergeführte Betriebe. Der Grund dafür sind häufig die besseren Tarifverträge und Zusatzleistungen bei den Großkonzernen.

Welche Ausbildung ist für den Tankstellenjob am sinnvollsten?

Für den Einstieg als Tankstellenmitarbeiter ist keine spezielle Ausbildung erforderlich. Allerdings können Bewerber mit einer Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann, Verkäufer oder Kaufmann im Einzelhandel oft besser in den Job einsteigen und ein höheres Gehalt erzielen. Auch die internen Ausbildungsprogramme vieler Tankstellenketten sind eine gute Option.

Wie hat sich der Tankstellenjob in den letzten Jahren verändert?

Der Tankstellenjob ist heute deutlich vielfältiger als noch vor ein paar Jahren. Neben dem reinen Kassieren und Zapfsäulenbedienen gehören heute oft auch Tätigkeiten wie Kundenberatung, Warenpräsentation und kleine Reparaturen zum Aufgabenspektrum. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Mitarbeiter stetig, etwa durch den Wandel zur E-Mobilität.

Wie lässt sich der Tankstellenjob mit Familie vereinbaren?

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist im Tankstellenjob manchmal eine Herausforderung. Viele Tankstellen haben rund um die Uhr geöffnet, was Schicht- und Wochenendarbeit erfordert. Allerdings bieten manche Arbeitgeber inzwischen auch flexiblere Arbeitsmodelle an, um die Work-Life-Balance zu verbessern.

Welche Karrieremöglichkeiten gibt es für Tankstellenmitarbeiter?

Für engagierte und qualifizierte Tankstellenkräfte gibt es durchaus Aufstiegsmöglichkeiten. Viele Unternehmen fördern den internen Aufstieg, etwa zum Filialleiter oder Schichtleiter. Auch der Wechsel in andere Bereiche wie Vertrieb, Logistik oder das Management ist für ambitionierte Mitarbeiter oft möglich.

Wie hoch ist die Arbeitslosigkeit in diesem Beruf?

Die Arbeitslosigkeit im Tankstellengewerbe liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Aufgrund des Fachkräftemangels in der Branche