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New York baut eigenes Datenschutz-Bollwerk gegen Big Tech

New York baut eigenes Datenschutz-Bollwerk gegen Big Tech

New York, die pulsierende Metropole an der Ostküste der USA, hat sich einen ambitionierten Plan vorgenommen: Sie will sich von der Dominanz der Technologieriesen unabhängiger machen. Mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen soll die Vormachtstellung von Big Tech wie Google, Amazon und Co. gebrochen werden.

Dabei geht es der Stadtverwaltung um mehr als nur den Schutz der Privatsphäre der Bürger. New York will seine digitale Souveränität zurückgewinnen und die Kontrolle über die wachsenden Datenströme zurückerlangen. Der Weg dorthin ist steinig, aber die Entschlossenheit der Verantwortlichen ist unverkennbar.

Der New York Privacy Act: Harter Rahmen für Datenkraken

Das Herzstück der Strategie ist der New York Privacy Act, ein umfassendes Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten. Damit soll Schluss sein mit der schrankenlos möglichen Datenabschöpfung durch die Technologiekonzerne. Bürger sollen die volle Kontrolle über ihre Informationen zurückerlangen.

Unternehmen müssen künftig detailliert offenlegen, welche Daten sie sammeln und wie sie damit umgehen. Verbraucher erhalten ein Recht auf Auskunft, Löschung und Datenübertragbarkeit. Verstöße sollen empfindlich bestraft werden. “Wir wollen Datenmissbrauch wirksam unterbinden”, betont Bürgermeister Eric Adams.

Mit dem New York Privacy Act setzt die Metropole Maßstäbe, die weit über die Ostküste hinausstrahlen werden. Andere Städte und Bundesstaaten dürften dem Beispiel folgen wollen.

Einkaufsstopp für unsichere Technik in Behörden

Neben dem Datenschutzgesetz geht New York auch an die IT-Ausstattung seiner Verwaltung. Künftig ist der Einsatz von Technologien, bei denen Sicherheitslücken oder Hintertüren vermutet werden, in Behörden und Ämtern verboten.

Das betrifft etwa Software und Hardware von Herstellern, die vom US-Handelsministerium sanktioniert wurden oder die im Verdacht chinesischer Spionage stehen. “Wir wollen Einfallstore für Cyberkriminelle und ausländische Nachrichtendienste schließen”, erklärt Digitalkoordinator Matthew Fraser.

Stattdessen sollen sichere Lösungen “made in the USA” zum Einsatz kommen. Damit will New York seine digitale Infrastruktur vor Angriffen und Manipulation schützen.

Neues Büro für digitale Vermögenswerte und Blockchain

Auch bei der Regulierung neuer Technologien wie Kryptowährungen und Blockchain geht New York konsequent voran. Ein eigenes Büro für digitale Vermögenswerte soll den Umgang mit diesen disruptiven Entwicklungen koordinieren.

Ziel ist es, Chancen und Risiken auszuloten und die rechtlichen Rahmenbedingungen zu klären. Schließlich wollen die Verantwortlichen verhindern, dass New York zu einer Hochburg für Krypto-Kriminalität wird.

Gleichzeitig sollen aber auch innovative Blockchain-Anwendungen gefördert werden, etwa im Bereich der Verwaltung oder des Gesundheitssystems. “Wir wollen New York zur führenden digitalen Metropole machen”, bekräftigt Bürgermeister Adams.

Neue Schutzschilde für Kinder- und Gesundheitsdaten

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Schutz sensibler Daten, etwa von Kindern oder im Gesundheitsbereich. Hier sollen besonders strenge Regeln gelten, um Missbrauch zu verhindern.

Kinder- und Jugendschutz ist dabei ein Schlüsselthema. Onlinewerbung und Profilbildung sollen für Minderjährige stark eingeschränkt werden. Eltern sollen zudem weitreichende Kontrollmöglichkeiten über die Daten ihrer Kinder erhalten.

Auch bei medizinischen und genetischen Informationen plant New York hohe Hürden. Patientendaten dürfen ohne ausdrückliche Einwilligung nicht an Dritte weitergegeben werden. “Gesundheitsdaten sind keine Handelsware”, betont Gesundheitssenatorin Mary Bassett.

DIGIT: Neues Superamt als Schaltzentrale der Digitalpolitik

Um all diese Initiativen zu bündeln und voranzubringen, hat New York ein neues “Superamt” für Digitalpolitik geschaffen: DIGIT. Die Behörde soll als zentrale Koordinationsstelle fungieren und die Digitaltransformation der Metropole vorantreiben.

Unter der Leitung von Digitalkoordinator Matthew Fraser werden hier die Fäden zusammenlaufen. DIGIT wird Strategien entwickeln, Projekte steuern und die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen überwachen.

Damit unterstreicht New York den Stellenwert, den es der Digitalpolitik beimisst. “Wir wollen unseren Bürgern zeigen, dass wir ihre Interessen entschlossen vertreten”, sagt Bürgermeister Adams.

Maßnahme Ziel
New York Privacy Act Umfassender Schutz personenbezogener Daten, Kontrolle für Bürger
Einkaufsstopp unsicherer Technik Sichere IT-Ausstattung der Verwaltung, Schutz vor Cyberkriminalität
Büro für digitale Vermögenswerte Regulierung von Kryptowährungen und Blockchain, Förderung von Innovationen
Sonderregeln für Kinder- und Gesundheitsdaten Stärkerer Schutz sensibler Informationen
Neue Behörde DIGIT Zentrale Steuerung und Koordination der Digitalpolitik

“Wir wollen Datenmissbrauch wirksam unterbinden und unsere digitale Souveränität zurückgewinnen.”

Eric Adams, Bürgermeister von New York

Der Kurs ist klar: New York greift die großen Technologiekonzerne frontal an und baut ein eigenes Bollwerk zum Schutz der Bürger auf. Mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen soll die Vormachtstellung von Big Tech gebrochen werden.

“New York zeigt, dass Städte die Digitalpolitik selbst in die Hand nehmen können. Das wird Signalwirkung haben.”

Dr. Susanne Dehmel, Bitkom-Expertin für Digitalpolitik

Andere Städte und Bundesstaaten dürften dem Beispiel bald folgen wollen. Der digitale Machtkampf zwischen Big Tech und der Öffentlichen Hand hat gerade erst begonnen.

Warum greift New York Big Tech an?

New York sieht sich zunehmend unter Druck durch die Dominanz der Technologiekonzerne. Der Stadtverwaltung geht es dabei um mehr als nur den Schutz der Privatsphäre – es geht um die digitale Souveränität der Metropole.

Durch Gesetze, Regulierungen und eigene Behörden will New York die Kontrolle über Daten und Infrastruktur zurückgewinnen. Damit soll verhindert werden, dass die großen Konzerne die Stadt und ihre Bürger ausspionieren und ausnutzen.

Gleichzeitig sollen innovative Technologien wie Blockchain aber auch gezielt gefördert werden. New York will seine Rolle als führende Digitalmetropole ausbauen und sich unabhängiger von Big Tech machen.

Wie reagieren die Technologiekonzerne?

Unternehmen Reaktion
Google Konzern kündigt Klage gegen New York Privacy Act an. Spricht von “verfassungswidriger Überregulierung”.
Amazon Amazon warnt, dass Einkaufsstopp für unsichere Technik “öffentliche Sicherheit gefährdet”. Droht mit Rückzug aus New York.
Meta (Facebook) Meta lehnt strikte Datenschutzregeln als “unvereinbar mit Innovationen” ab. Kündigt rechtliche Schritte an.

“Die Entscheidungen der Stadt New York sind ideologisch motiviert und ignorieren die Realitäten des digitalen Zeitalters.”

Sprecherin von Amazon

Die Technologiekonzerne wehren sich mit Nachdruck gegen die Pläne der Metropole. Sie warnen vor einer “Überregulierung” und drohen mit Rückzug aus New York. Doch die Stadt lässt sich davon nicht beeindrucken und will den Kurs entschlossen fortsetzen.

Wie geht es weiter?

Die Auseinandersetzung zwischen New York und Big Tech wird sicher noch an Schärfe zunehmen. Die Technologiekonzerne werden sicher versuchen, die geplanten Maßnahmen mit allen Mitteln zu blockieren.

Doch die Entschlossenheit der Stadtführung ist offenbar groß. New York will seine digitale Souveränität zurückgewinnen und die Vormachtstellung der Konzerne brechen. Andere Städte und Bundesstaaten dürften dem Beispiel bald folgen wollen.

Letztlich geht es um die Frage, wer in Zukunft die Kontrolle über die wachsenden Datenströme und digitalen Infrastrukturen haben wird – die Bürger und ihre Regierungen oder die Giganten aus dem Silicon Valley. New York scheint entschlossen, diese Weichenstellung mitzubestimmen.

Was sind die Kernpunkte des New York Privacy Act?

Der New York Privacy Act soll Bürgern die volle Kontrolle über ihre Daten zurückgeben. Unternehmen müssen detailliert offenlegen, welche Informationen sie sammeln und wie sie damit umgehen. Verstöße sollen hart bestraft werden.

Warum verbietet New York den Einkauf unsicherer Technik?

Mit dem Verbot von Technologien mit bekannten Sicherheitslücken will New York Einfallstore für Cyberkriminelle und ausländische Spione schließen. Stattdessen sollen sichere “made in the USA”-Lösungen zum Einsatz kommen.

Wie will New York den Datenschutz für Kinder und im Gesundheitsbereich stärken?

Für besonders sensible Daten von Minderjährigen und im medizinischen Bereich plant New York zusätzliche Schutzmaßnahmen. Onlinewerbung und Profilbildung sollen eingeschränkt, Patientendaten besser geschützt werden.

Was sind die Aufgaben der neuen Behörde DIGIT?

DIGIT soll als zentrale Koordinationsstelle die Digitalpolitik der Stadt New York vorantreiben. Die Behörde entwickelt Strategien, steuert Projekte und überwacht die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen.

Wie reagieren die Technologiekonzerne auf die Pläne?

Google, Amazon und Meta wehren sich massiv gegen die Pläne der Stadt. Sie warnen vor “Überregulierung” und drohen mit rechtlichen Schritten oder einem Rückzug aus New York. Doch die Stadt lässt sich davon nicht beeindrucken.

Welche Bedeutung haben die Pläne von New York?

New York will mit seinen Initiativen ein Zeichen setzen und anderen Städten und Ländern als Vorbild dienen. Es geht um die Frage, wer in Zukunft die Kontrolle über Daten und digitale Infrastrukturen hat – die Bürger und ihre Regierungen oder die Tech-Giganten.

Wie könnte es mit dem Machtkampf zwischen New York und Big Tech weitergehen?

Der Streit zwischen New York und den Technologiekonzernen dürfte weiter eskalieren. Die Stadt will ihren Kurs entschlossen fortsetzen, die Konzerne werden die Pläne mit allen Mitteln zu stoppen versuchen. Letztlich geht es um die digitale Souveränität von Städten und Staaten.