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Ear Pressure in Airplanes: How the Valsalva Maneuver Really Helps

Ear Pressure in Airplanes: How the Valsalva Maneuver Really Helps

Wer häufiger fliegt, kennt es nur allzu gut: Dieses unangenehme Ziehen und Druckgefühl im Ohr, das sich während des Starts und der Landung einstellt. Obwohl dieser Ohrendruck meist harmlos ist, kann er sich bedrohlich anfühlen. Aber was steckt wirklich dahinter und wie können Reisende damit umgehen?

Der Schlüssel liegt in der Druckregulierung des Mittelohrs. Während des Fluges ändern sich die Luftdruckverhältnisse in der Kabine, was zu einem Ungleichgewicht zwischen dem Druck im Ohr und dem Außendruck führen kann. Genau das ist der Grund für das lästige Ziehen und Pfeifen. Zum Glück gibt es einfache Methoden, um den Druckausgleich im Ohr wiederherzustellen.

Warum das Ohr im Flugzeug plötzlich spinnt

Das Ohrenproblem entsteht vor allem dann, wenn der Luftdruck in der Kabine schnell wechselt – also beim Start und der Landung. In der Höhe ist der Luftdruck deutlich geringer als am Boden. Wenn das Flugzeug an Höhe gewinnt oder verliert, muss der Druck im Mittelohr diesem Wechsel angepasst werden, damit das Trommelfell nicht überdehnt oder eingedrückt wird.

Normalerweise geschieht dieser Druckausgleich automatisch, indem Luft durch die Ohrtrompete in das Mittelohr strömt. Doch manchmal klappt das nicht reibungslos, etwa wenn die Ohrtrompete verstopft ist. Dann entsteht der unangenehme Ohrendruck.

Besonders anfällig dafür sind Menschen mit Erkältungen, Allergien oder Nasennebenhöhlenentzündungen. Aber auch stärkeres Niesen oder Gähnen während des Fluges kann den Druckausgleich stören.

Einfache Tricks zuerst: Gähnen, Kauen, Schlucken

Um den Druckausgleich im Ohr wiederherzustellen, gibt es ein paar einfache Tricks, die oft schon helfen:

Gähnen, Kauen von Kaugummi oder Lutschen von Bonbons regen die Bewegung der Ohrtrompete an und können so den Druckausgleich unterstützen. Auch regelmäßiges Schlucken kann den Ohrendruck lindern.

Wer besonders empfindlich ist, sollte diese Methoden bereits während des Steig- und Sinkflugs anwenden, also bevor der Druck im Ohr unangenehm wird.

Was hinter dem Valsalva-Manöver steckt

Wenn die einfachen Tricks nicht ausreichen, greifen viele Reisende zum sogenannten Valsalva-Manöver. Dabei wird bewusst Druck auf die Nasennebenhöhlen ausgeübt, um die Luft durch die Ohrtrompete in das Mittelohr zu pressen.

Das funktioniert so: Zuerst den Mund fest schließen, dann die Nase zuhalten und kräftig ausatmen, ohne die Luft durch die Nase entweichen zu lassen. Dadurch erhöht sich der Druck im Nasen-Rachen-Raum, was dazu führt, dass Luft in die Ohren gelangt und den Druckausgleich herstellt.

Experten empfehlen, das Valsalva-Manöver etwa 10 Sekunden lang durchzuführen. Wenn man es zu lange oder zu intensiv macht, kann es den Druck im Ohr sogar noch verstärken.

So führen Reisende das Valsalva-Manöver richtig aus

Schritt Anleitung
1. Den Mund schließen Mund fest verschließen, um die Luft in den Mund- und Nasenraum zu pressen.
2. Die Nase zuhalten Mit Daumen und Zeigefinger die Nasenflügel zusammendrücken, um den Luftaustritt zu verhindern.
3. Ausatmen Nun kräftig gegen den verschlossenen Mund und die Nase ausatmen, ohne die Luft entweichen zu lassen.
4. Warten und wiederholen Etwa 10 Sekunden warten und den Vorgang dann nötigenfalls wiederholen.

Wichtig ist, den Druck nicht zu lange oder zu stark auszuüben. Sonst kann es zu Schmerzen oder sogar Verletzungen kommen. Bei Schwindelgefühl oder Ohrenschmerzen lieber aufhören und einen Arzt aufsuchen.

Wann Vorsicht geboten ist

Das Valsalva-Manöver ist eine bewährte Methode, um den Ohrendruck beim Fliegen zu lindern. Allerdings gibt es Situationen, in denen man davon besser die Finger lassen sollte:

  • Bei Mittelohrentzündungen oder -verletzungen: Hier besteht die Gefahr, den Entzündungsprozess zu verschlimmern oder die Verletzung weiter aufzureißen.
  • Bei Trommelfellperforationen: In diesem Fall kann der Druck das Trommelfell zusätzlich schädigen.
  • Bei Barotrauma: Wenn der Ohrendruck bereits sehr stark ist, kann das Valsalva-Manöver den Schmerz noch verstärken.

In all diesen Fällen ist es besser, einen Arzt aufzusuchen, der eine geeignete Behandlung empfehlen kann.

Wenn das Ohr nach der Landung nicht mehr „aufgeht”

Manchmal klappt der Druckausgleich auch nach der Landung nicht sofort. Dann fühlt sich das Ohr noch taub und verstopft an.

In den meisten Fällen hilft es, wenn man versucht, den Druck durch Schlucken, Gähnen oder Nasebohren wieder loszuwerden. Oft löst sich das Problem innerhalb weniger Stunden von selbst.

Sollte das Ohr jedoch über Stunden oder sogar Tage hinweg nicht mehr aufgehen, ist ein Arztbesuch sinnvoll. Manchmal liegt dann eine Entzündung vor, die behandelt werden muss.

Was Vielflieger vorab tun können

Für Menschen, die häufiger fliegen, gibt es ein paar zusätzliche Tipps, um Ohrenprobleme vorzubeugen:

  • Nasenduschen oder Nasensprays vor dem Flug können die Durchlässigkeit der Ohrtrompete verbessern.
  • Dekongestiva wie abschwellende Nasentropfen können Verstopfungen lösen.
  • Auch Schmerz- und Entzündungshemmer wie Ibuprofen können hilfreich sein, um Schwellungen im Ohr vorzubeugen.

Wer besonders empfindlich ist, sollte diese Maßnahmen unbedingt schon Tage vor dem Flug ergreifen.

Warum das richtige Maß beim Druck so entscheidend ist

Beim Valsalva-Manöver ist es wichtig, den richtigen Druck und die richtige Dauer anzuwenden. Zu viel Druck oder zu langes Ausüben können den Ohrendruck sogar verstärken und das Trommelfell schädigen.

Ideal sind etwa 10 Sekunden langes, mäßiges Ausatmen gegen den verschlossenen Mund und die Nase. Danach eine kurze Pause einlegen und den Vorgang nötigenfalls wiederholen.

Wer unsicher ist, wie viel Druck angebracht ist, sollte lieber einen Arzt um Rat fragen. Manchmal hilft auch ein Test, bei dem man den Druck langsam steigert, bis ein Knacken im Ohr zu hören ist.

Valsalva, Toynbee & Co.: Noch mehr Manöver für den Druckausgleich

Neben dem Valsalva-Manöver gibt es noch weitere Techniken, um den Ohrendruck beim Fliegen loszuwerden:

Manöver Beschreibung
Toynbee-Manöver Dabei wird beim Schlucken die Nase zugehalten, um den Druck im Ohr auszugleichen.
Frenzel-Manöver Durch Anspannung der Zungenmuskulatur wird Luft in den Rachen gepresst, um den Ohrendruck zu lindern.
Lowry-Manöver Hier wird der Kopf nach hinten gebeugt, während die Nase zugehalten und geschluckt wird.

Welche Methode am besten funktioniert, hängt vom individuellen Fall ab. Manche Reisende müssen verschiedene Techniken ausprobieren, bis sie die für sich passende gefunden haben.

Häufige Fragen zum Ohrendruck im Flugzeug

Warum entsteht der Ohrendruck eigentlich?

Der Ohrendruck entsteht, wenn sich der Luftdruck in der Flugzeugkabine schnell ändert, etwa beim Start und der Landung. Dann kann der Druck im Mittelohr dem Außendruck nicht schnell genug angepasst werden, was zu einem unangenehmen Ziehen führt.

Was hilft gegen Ohrendruck im Flugzeug?

Gähnen, Schlucken, Kauen von Kaugummi oder das Valsalva-Manöver können den Druckausgleich im Ohr unterstützen. Auch Nasensprays oder Dekongestiva können vorab eingenommen werden.

Wann ist ein Arztbesuch ratsam?

Wenn der Ohrendruck sehr stark ist, das Ohr länger als ein paar Stunden nach der Landung nicht aufgeht oder wenn Schmerzen auftreten, sollte man einen Arzt aufsuchen. Bestimmte Vorerkrankungen wie Mittelohrentzündungen können das Valsalva-Manöver zudem gefährlich machen.

Kann der Ohrendruck beim Fliegen Schäden verursachen?

Normalerweise ist der Ohrendruck zwar unangenehm, aber harmlos. Allerdings kann starker und andauernder Druck das Trommelfell schädigen. Daher ist es wichtig, rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Wie kann ich Ohrenprobleme beim Fliegen vermeiden?

Neben den Druckausgleichsübungen können Nasensprays, Schmerz- und Entzündungshemmer sowie eine gründliche Nasenpflege vor dem Flug helfen, den Ohrendruck zu vermeiden.

Muss ich beim Fliegen immer Schmerzen haben?

Nein, Ohrendruck muss keine Schmerzen verursachen. Bei vielen Menschen läuft der Druckausgleich im Ohr komplett problemlos ab. Nur wenn der Druckunterschied sehr groß ist oder die Ohrtrompete verstopft ist, entstehen unangenehme Beschwerden.

Kann das Valsalva-Manöver schädlich sein?

Wenn es richtig ausgeführt wird, also nicht zu lange und nicht zu stark, ist das Valsalva-Manöver ungefährlich. Bei zu viel Druck oder Verletzungen im Ohr kann es jedoch zu Schäden am Trommelfell führen. Daher ist Vorsicht geboten.

Was tun, wenn das Ohr nach der Landung nicht aufgeht?

Manchmal geht das Ohr erst nach ein paar Stunden oder Tagen wieder auf. Dann helfen Schlucken, Gähnen oder leichtes Nasebohren, um den Druck loszuwerden. Bleibt das Problem länger bestehen, sollte man einen Arzt aufsuchen.